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SCHULKONZEPT - DEMOKRATIE LEBEN UND LERNEN
Es ist zwingend erforderlich, dass Jugendliche aus allen Teilen der Welt auf allen für sie relevanten Ebenen
aktiv an den Entscheidungsprozessen beteiligt werden.
AGENDA 21, Kapitel 25 |
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Da gefällt mir das, was ihr hier macht, unheimlich gut, nämlich, dass ihr euch hier regelmäßig öffentlich trefft in Versammlungen und besprecht, wo die Probleme sind, dass ihr die Dinge selber
in die Hand nehmt.
Jochen Dieckmann, Justizminister des Landes NRW bei seinem Besuch am 17. 01. 2002 |
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| Kinder und Jugendliche haben viel zu sagen. Deshalb ist bei uns Praxis, dass, wann immer
möglich, Kinder und Jugendliche selbst zu Wort kommen. Die wöchentliche Versammlung ist ein
Ort des öffentlichen Diskurses vor der Schulgemeinde. Die Versammlung ist das, was in
angelsächsischen Schulen assembly heißt und dort ein Kern der Schulkultur ist, der Tagesbeginn,
manchmal der Wochenhöhepunkt, ursprünglich Gottesdienst. Die Versammlung ist ein Schritt vom
"Ich und meine Klasse" zum "Wir und unsere Schule". Ziel ist die Stärkung einer demokratischen
Kultur, der Identifikation mit der Schule, der Eigentätigkeit. Das Öffentliche Argumentieren,
das Öffentliche Präsentieren, das Öffentliche Gesicht Zeigen kann so früh gelernt werden. |
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Einmal im Monat trifft sich jede Jahrgangsstufe - 140 Schülerinnen und
Schüler - in der Aula zur Versammlung: » Die Versammlung, Otto Herz »
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"Die Versammlung ist ein Ort, wo wir mitbestimmen und unsere Meinung sagen können.
Hier werden Projekte vorgestellt und wichtige Themen ans Licht geführt. Versammlung und
Klassenrat sind Stunden, wo wir Verantwortung für das, was in der Schule passiert übernehmen,
wo wir über Probleme und Verbesserungen sprechen können und bei denen wir für den Ablauf und die
Präsentation selbst verantwortlich sind."
Lara, 13 Jahre |
"Die Versammlung beginnt immer mit dem LOB oder Auszeichnungen durch unsere Schulleiterin.
Manchmal werden auch Mutkarten vergeben. Dann gibt es noch das Lob "Kinder loben Kinder" oder
"Kinder loben Lehrer". Als ich einmal moderiert habe, war ich total aufgeregt und hab mir vorher
eine Mutkarte geholt. Sie hat geholfen"
Stefan, 12 Jahre |
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Zu besonderen Anlässen gibt es außerordentliche Versammlungen:
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"Es gab Probleme mit den Toiletten: Verschmutzungen, Mist machen und so.
Dann haben wir eine Versammlung einberufen und diskutiert. Es haben sich Kinder für
eine Arbeitsgruppe gemeldet. Dort haben wir Regeln erarbeitet. Diese haben wir dann auf
einer zweiten Versammlung abgestimmt. Jetzt gibt es den Klorat und es klappt
auf den Toiletten."
Ezgi, 13 Jahre |
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