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PHILOSOPHIE - VERANTWORTUNG FÜR KINDER, FÜR DIE ERDE


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Mädchen und Jungen, die heute zu uns in die Schule kommen, werden in der Regel bis in das letzte
Drittel des nächsten Jahrhunderts Erden-Bürger sein. Daher hat sich all unser gegenwärtiges
schulisches Leben, Lernen und Lehren vor diesem Zeit-Raum zu verantworten.
Wie sich das Leben im Übergang zum 21. Jahrhundert und im 21. Jahrhundert im einzelnen entwickeln
wird, weiß niemand mit Gewissheit.
Entwicklungen, die durch Traditionen der Vergangenheit beeinflusst sind und für die in der
Gegenwart Weichen gestellt werden, sind in ihrer Zukunft in einem bestimmten Maße immer
ungewiß. Gegenwart ist Aufgabe und Herausforderung. Zukunft ist Risiko und Chance.
Gewiss ist aber dies: Der Gang der Welt und die Zukunft der Erde werden wesentlich davon abhängen,
wie wir uns heute als Menschen verhalten und wie sich die Menschheit zukünftig verhalten wird.
Die Verhältnisse werden durch unser Verhalten geprägt.
Und unser Verhalten wird durch die Verhältnisse geprägt.
Alle Ungewissheit im einzelnen entläßt uns nicht aus diesem Wissen, aus dem uns Verantwortung
erwächst für die Gestaltung der Gesamtheit unseres schulischen Lebens, Lernens und Lehrens:
| "Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte. Wir erleben eine
zunehmende Ungleichheit zwischen Völkern und innerhalb von Völkern, eine immer
größere Armut, immer mehr Hunger, Krankheit und Analphabetentum sowie eine
fortschreitende Schädigung der Ökosysteme, von denen unser Wohlergehen abhängt.
Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung
kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des
Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung
der Ökosysteme und eine gesicherte gedeihliche Zukunft zu gewährleisten. Das vermag
keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen
Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist." |
Mit diesen Sätzen beginnt die Präambel der AGENDA 21, dem Abschluss- dokument der
Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro.
Die AGENDA 21 ist das Aktionsprogramm von mehr als 170 Staaten dieser Erde für das 21.
Jahrhundert. In der AGENDA 21 heißt es auch:
| "Bildung ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Förderung einer
nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der Fähigkeit der Menschen, sich mit
Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinanderzusetzen. ... Sowohl die formale
als auch die nichtformale Bildung sind unabdingbare Voraussetzungen für die
Herbeiführung eines Bewusstseinswandels bei den Menschen, damit sie in der
Lage sind, ihre Anliegen in bezug auf eine nachhaltige Entwicklung abzuschätzen und anzugehen.
Sie sind auch von entscheidender Bedeutung für die Schaffung eines ökologischen und eines ethischen Bewusstseins sowie von
Werten und Einstellungen, Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die mit einer
nachhaltigen Entwicklung vereinbar sind, sowie für eine wirksame Beteiligung
der Öffentlichkeit an der Entscheidungsfindung.
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| Um wirksam zu sein, soll sich eine umwelt- und entwicklungsorientierte Bildung / Erziehung sowohl
mit der Dynamik der physikalischen / biologischen und der sozioökonomischen Umwelt als auch mit
der menschlichen (eventuell auch einschließlich der geistigen) Entwicklung befassen, in alle
Fachdisziplinen eingebunden werden und formale und nonformale Methoden und wirksame Kommunikationsmittel anwenden."
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| "Es ist zwingend erforderlich, dass Jugendliche aus allen Teilen der Welt auf
allen für sie relevanten Ebenen aktiv an den Entscheidungsprozessen beteiligt
werden, weil dies ihr heutiges Leben beeinflusst und Auswirkungen auf ihre Zukunft hat.
Zusätzlich zu ihrem intellektuellen Beitrag und ihrer Fähigkeit,
unterstützende Kräfte zu mobilisieren, bringen sie einzigartige Ansichten ein,
die in Betracht gezogen werden müssen."
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