Gesamtschule Essen-Holsterhausen
PHILOSOPHIE - VERANTWORTUNG FÜR KINDER, FÜR DIE ERDE

www.otto-herz.de
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   Mädchen und Jungen, die heute zu uns in die Schule kommen, werden in der Regel bis in das letzte Drittel des nächsten Jahrhunderts Erden-Bürger sein. Daher hat sich all unser gegenwärtiges schulisches Leben, Lernen und Lehren vor diesem Zeit-Raum zu verantworten.

Wie sich das Leben im Übergang zum 21. Jahrhundert und im 21. Jahrhundert im einzelnen entwickeln wird, weiß niemand mit Gewissheit.

Entwicklungen, die durch Traditionen der Vergangenheit beeinflusst sind und für die in der Gegenwart Weichen gestellt werden, sind in ihrer Zukunft in einem bestimmten Maße immer ungewiß. Gegenwart ist Aufgabe und Herausforderung. Zukunft ist Risiko und Chance.

Gewiss ist aber dies: Der Gang der Welt und die Zukunft der Erde werden wesentlich davon abhängen, wie wir uns heute als Menschen verhalten und wie sich die Menschheit zukünftig verhalten wird.

Die Verhältnisse werden durch unser Verhalten geprägt.
Und unser Verhalten wird durch die Verhältnisse geprägt.


Alle Ungewissheit im einzelnen entläßt uns nicht aus diesem Wissen, aus dem uns Verantwortung erwächst für die Gestaltung der Gesamtheit unseres schulischen Lebens, Lernens und Lehrens:

"Die Menschheit steht an einem entscheidenden Punkt ihrer Geschichte. Wir erleben eine zunehmende Ungleichheit zwischen Völkern und innerhalb von Völkern, eine immer größere Armut, immer mehr Hunger, Krankheit und Analphabetentum sowie eine fortschreitende Schädigung der Ökosysteme, von denen unser Wohlergehen abhängt. Durch eine Vereinigung von Umwelt- und Entwicklungsinteressen und ihre stärkere Beachtung kann es uns jedoch gelingen, die Deckung der Grundbedürfnisse, die Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen, einen größeren Schutz und eine bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme und eine gesicherte gedeihliche Zukunft zu gewährleisten. Das vermag keine Nation allein zu erreichen, während es uns gemeinsam gelingen kann: in einer globalen Partnerschaft, die auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichtet ist."


Mit diesen Sätzen beginnt die Präambel der AGENDA 21, dem Abschluss-
dokument der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung im Juni 1992 in Rio de Janeiro.
Die AGENDA 21 ist das Aktionsprogramm von mehr als 170 Staaten dieser Erde für das 21. Jahrhundert. In der AGENDA 21 heißt es auch:

"Bildung ist eine unerlässliche Voraussetzung für die Förderung einer nachhaltigen Entwicklung und die Verbesserung der Fähigkeit der Menschen, sich mit Umwelt- und Entwicklungsfragen auseinanderzusetzen. ... Sowohl die formale als auch die nichtformale Bildung sind unabdingbare Voraussetzungen für die Herbeiführung eines Bewusstseinswandels bei den Menschen, damit sie in der Lage sind, ihre Anliegen in bezug auf eine nachhaltige Entwicklung abzuschätzen und anzugehen. Sie sind auch von entscheidender Bedeutung für die Schaffung eines ökologischen und eines ethischen Bewusstseins sowie von Werten und Einstellungen, Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die mit einer nachhaltigen Entwicklung vereinbar sind, sowie für eine wirksame Beteiligung der Öffentlichkeit an der Entscheidungsfindung.

Um wirksam zu sein, soll sich eine umwelt- und entwicklungsorientierte Bildung / Erziehung sowohl mit der Dynamik der physikalischen / biologischen und der sozioökonomischen Umwelt als auch mit der menschlichen (eventuell auch einschließlich der geistigen) Entwicklung befassen, in alle Fachdisziplinen eingebunden werden und formale und nonformale Methoden und wirksame Kommunikationsmittel anwenden."

"Es ist zwingend erforderlich, dass Jugendliche aus allen Teilen der Welt auf allen für sie relevanten Ebenen aktiv an den Entscheidungsprozessen beteiligt werden, weil dies ihr heutiges Leben beeinflusst und Auswirkungen auf ihre Zukunft hat. Zusätzlich zu ihrem intellektuellen Beitrag und ihrer Fähigkeit, unterstützende Kräfte zu mobilisieren, bringen sie einzigartige Ansichten ein, die in Betracht gezogen werden müssen."

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