Aus Briefen
Was mich erstaunt hat, dass behinderte Kinder vieles können, so wie nicht behinderte Kinder.
Kevin
Was mir ein gutes Gefühl verleiht, ist, dass die Kleinen, wenn ich komme, angerannt kommen und mich
umarmen, und dabei haben sie ein strahlendes Gesicht.
Dennis
Um in der Kita zu arbeiten, braucht man Geduld und Durchhaltevermögen. Und eine Sache möchte
ich gerne noch hinbekommen. Es gibt Kinder in der Kita, die, wenn man was mit ihnen machen will, sagen
"Das kann ich nicht" oder auch sogar "Mach Du mir das, ich kann das nicht". Diesen Kindern möchte
ich gerne den "Mut" geben, es zu schaffen, dass sie an sich selbst glauben und nicht an sich selbst
zweifeln. Das möchte ich noch hinbekommen.
Anna
Ich habe nicht damit gerechnet, dass ich so viel über das Kommunizieren mit fremden Personen lerne.
Pascal
Ich finde, jede Schule sollte sich dem Projekt: VERANTWORTUNG widmen und es zum Aufgabenbereich machen.
Man bekommt das Gefühl des erwachsen werden. Ich bin froh, am diesem Projekt teilnehmen zu
dürfen.
Steve
Mich hat überrascht, dass so viele Jugendliche hilfsbereit sind.
Benjamin
Früher hätte ich nicht darüber nachgedacht, was passiert, wenn ein Mensch verunglückt
irgendwo liegt. Ich finde es cool, dass ich die Sanitäter Ausbildung machen kann.
Miriam
Mir macht es Freude zu sehen, wie schnell die Kinder lernen und verstehen. Wenn man sich mit kleinen
Kindern auseinandersetzt, merkt man, dass sie ziemlich pfiffig sind.
Tobias
Durch das regelmäßige Arbeiten merke ich, dass es auch schön sein kann, Verantwortung
zu übernehmen.
Sarah
Ich bin verantwortungsvoller und selbstbewusster geworden.
Björn
Ich mache Spielplätze sauber. Es liegen Dosen rum und Zigarettestummel, kaputte Flaschen und
manchmal auch Spritzen, obwohl da Mülleimer stehen. Ich muss oft 2 Müllsäcke schleppen
den weiten Weg bis zum Container, aber ich bin ja keine schlappe Socke. Ich mach das für die
Kleinkinder.. Ich habe nicht damit gerechnet, dass es mir Spaß macht, dass ich was den Kindern
etwas Gutes tun kann.
Kevin
Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre das, dass die Leiterin im Kindergarten mehr auf
die Kinder eingeht und alle gleich behandelt. Beim nächsten Mal würde ich sofort, wenn mir
etwas nicht gefällt mit dem Leiter reden, ob man was ändern kann.
Simon
Andere Schulen sollten es auch machen. Was sie möchten, sollen sie machen! Freiwillig. Es ist so gut.
Man vergeudet da nicht die Zeit.
Nirosha
Mit bedeutet das ganz viel. Die mögen mich, die mögen, dass wir kommen. Die Kinder warten auf
uns. Wir sind ihnen wichtig. Sie fragen: "Könnt ihr nicht jeden Tag kommen." Das fragen die uns.
Cigdem
Wenn ich sehe, wie die Leute sich freuen, wenn ich komme, das haben sie nicht alle Tage. Die Leute sind
so dankbar, dass kann ich gar nicht beschreiben. Für die alten Leute würde was fehlen, wenn
ich nicht komme. Das ist für sie schon wie eine schöne Gewohnheit. Die haben sich an mich
gewöhnt. Die warten auf mich. Die sagen, morgen, da kommt wieder der Junge. Und für die Betreuer
bin ich eine große Hilfe.
Lars
Die Kinder vertrauen einem. Und wenn dann jemand Mist baut, jemanden anderen beleidigt oder einen haut,
dann muss ich dann auch was sagen dazu. Da ist ganz anders als in der Schule. Da macht alles der Lehrer
und jetzt muss ich selber wissen, was ich tue, da muss ich auch mal entscheiden. Das ist eine andere
Position.
Mats
Für mich selbst habe ich viel gelernt im Verantwortungsprojekt. Ein bisschen mehr Verstand habe
ich bekommen, Kinder zu verstehen. Da kriegt man mehr Gefühle dafür, was die brauchen, da
bekommt man so eine Art Wissen in sich.
Johanna
Wir lernen etwas sehr Wichtiges für unser Leben. Wir lernen mit Leuten umgehen. Wenn Menschen eine
Behinderung haben, dann merkt man, die sind eigentlich so wie normale Menschen, nur dass sie etwas mehr
Hilfe brachen und dass sie sehr nett sind und dass es Freude macht zu helfen und zu spüren, dass
Frau Timmerbeul sich auch freut, wenn wir kommen. Wir werden auf jeden Fall nach dem Jahr freiwillig
weitermachen.
Alisa und Miriam
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